Alte Heilverfahren - Anthroposophische Heilkunde

Höchst interessant und bereichernd für solche die schon lange die Naturheilkunde ausüben – gewissermaßen „Pflicht“ für solche die seit erst relativ kurzer Zeit den Beruf des Heilpraktikers  ausüben.

Alte Heilverfahren wie das Ableiten über Darm, Haut, Schleimhaut und Nieren – Erbrechen, emmenagoge Verfahren  – Aderlaß, Blutegel, Cantharidenpflaster, Schröpfen blutig und unblutig, Roedern, Skarifizieren und das Baunscheidtverfahren werden von einigen noch in der Praxis angewandt; das Legen einer Fontanelle jedoch kennen wir oft nur noch dem Namen nach.

Noch sind Kuhne´sche Sitzbäder, Schlenzbäder, Anwendungen nach Kneipp, Felke, Prießnitz, Schroth und Rikli zwar noch schwach in unserem Bewusstsein, sie sind jedoch mehr und mehr aus unseren Praxen und aus unserem Repertoire verschwunden.

Die oben genannten Verfahren kann man irgendwo noch rationell begreifen. Warum jedoch das Trinken von Weißwein, in dem drei bis fünf Karneolsteine erwärmt wurden, augenblicklich Nasenbluten stoppt - wie von Hildegard von Bingen empfohlen - darüber kann man lange nachdenken.

Alte Heilweisen und Heilverfahren, betrachtet vor dem Hintergrund der anthroposophischen Heilkunde – da wird vieles was bisher schwer bzw. nicht zu greifen war, einsehbar. Ohne die Praktiken unserer Altvorderen schmälern zu wollen, wird bei dieser Fortbildung deutlich, warum wir durch neue Erkenntnis auf manches dieser alten Verfahren verzichten können.